Kirchenkreis und Dekanat teilen Sorgen und Aufbrüche

Ökumenisches Gespräch mit Weihbischof König

Die Teilnehmenden des Gesprächs zur Ökumene in Paderborn.

Ökumenisches Gespräch im Haus der Evangelischen Kirche in Paderborn: (v. l.) Rainer Fromme, Dekanatsreferent Dekanat Paderborn, Pfarrer Gunnar Wirth, Synodalassessor Evangelischer Kirchenkreis Paderborn, Pfarrer Georg Kersting, 1. stellv. Dechant Dekanat Paderborn, Weihbischof Matthias König, Erzbistum Paderborn und Superintendent Volker Neuhoff, Evangelischer Kirchenkreis Paderborn.
Foto: EKP/Oliver Claes

Paderborn. Zu einem ökumenischen Gespräch hat Weihbischof Matthias König das Haus der Evangelischen Kirche in Paderborn besucht. Empfangen wurde er von Superintendent Volker Neuhoff und Synodalassessor Gunnar Wirth. Der Besuch fand in Rahmen einer Visitation des Dekanates Paderborn durch das Erzbistum statt. Für das Dekanat nahmen Pfarrer Georg Kersting, 1. stellv. Dechant, und Dekanatsreferent Rainer Fromme teil.

Ziel der Begegnung war es, sich über die ökumenischen Beziehungen des Dekanates auszutauschen. Die Teilnehmenden brachten ihre Dankbarkeit und Freude über gute ökumenische Beziehungen und Begegnungen in den Kirchengemeinden sowie auf Dekanats- und Kirchenkreisebene zum Ausdruck.

„Es gibt viele Formen der Annäherung über frühere konfessionelle Ressentiments hinweg, von gemeinsam gefeierten Gottesdiensten über gegenseitige Gastfreundschaft in kirchlichen Räumen bis zur Entwicklung hin zu ökumenischen Gebäudenutzungen“, sagte Superintendent Neuhoff. Erinnert wurde auch an gemeinsam getragene Aktionen und Aktivitäten wie bei der Landesgartenschau, den Wahlaufruf zur Bundestagswahl und das langjährige Bündnis zwischen den Kirchen und dem DGB.

Thema waren zudem die Transformationsprozesse und die sich verändernden Kirchenbilder und Strukturen. Diese sind mit schwierigen Entscheidungen, auch auf der Ebene der Pfarr- und Kirchengemeinden verbunden. Das Stichwort „kleiner werdende Kirchen“ mit Entwicklungen wie weniger Gemeindeglieder, weniger pastorales Personal, weniger Finanzen und weniger Gebäude betrifft beide Konfessionen.

Einig waren sich die Teilnehmenden in ihrer Sorge um die nichtauskömmliche Finanzierung der konfessionellen Kitas. Diese Schieflage werde vom Gesetzgeber nicht bereinigt.

Darüber hinaus ging es auch um geistliche, spirituelle und kirchliche Aufbrüche, zum Beispiel bei jüngeren Menschen, wie der „Nacht der Lichter“ im Paderborner Dom oder der mobilen Jugendkirche des Kirchenkreises, dem „Dome“.